Sommerferien ohne Stau: So gelingt die entspannte Anreise in den Urlaub

Sommerferien ohne Stau: So gelingt die entspannte Anreise in den UrlaubEndlich beginnen die Sommerferien: Die Koffer sind gepackt, die Unterkunft ist gebucht und die Vorfreude auf Meer, Berge oder einen Familienpark steigt. Doch bevor der Urlaub beginnen kann, steht für viele Familien eine längere Autofahrt an. Gerade zum Ferienstart können überfüllte Autobahnen, Baustellen und lange Wartezeiten die Stimmung schnell trüben.

Mit einer guten Reiseplanung lässt sich das Risiko langer Staus deutlich verringern. Dabei kommt es nicht nur auf die Uhrzeit, sondern auch auf den gewählten Wochentag, das Reiseziel und die Ferienzeiten benachbarter Bundesländer an. Eine hilfreiche Orientierung bieten die besten Abfahrtstage für die Sommerferien. Wer etwas Spielraum bei der Anreise hat, kann dadurch viele stark belastete Strecken umgehen.

Warum entstehen zum Ferienbeginn besonders viele Staus?

Mit dem Beginn der Sommerferien machen sich innerhalb kurzer Zeit besonders viele Menschen auf den Weg. Familien fahren an die Nord- und Ostsee, Richtung Alpen oder zu beliebten Urlaubszielen in Italien, Frankreich, Kroatien und den Niederlanden. Gleichzeitig sind Berufspendler, Lastwagen und Tagesausflügler auf den Autobahnen unterwegs.

Besonders voll wird es, wenn mehrere Bundesländer gleichzeitig in die Ferien starten oder wenn sich der Ferienbeginn eines Bundeslandes mit dem Ferienende eines anderen überschneidet. Dann treffen Hin- und Rückreiseverkehr aufeinander.

Auch die Buchungsgewohnheiten vieler Urlauber tragen zur hohen Belastung bei. Ferienwohnungen und Hotels werden häufig von Samstag bis Samstag vermietet. Entsprechend viele Gäste reisen am selben Tag an und ab. Das führt nicht nur auf den Autobahnen, sondern auch auf den Zufahrtsstraßen beliebter Urlaubsorte zu Verzögerungen.

Der Samstag ist häufig der schwierigste Reisetag

Für viele Familien ist der Samstag der klassische Abreisetag. Die Kinder haben schulfrei, die Eltern müssen keinen zusätzlichen Urlaubstag einplanen und zahlreiche Unterkünfte sehen an diesem Tag den Gästewechsel vor. Genau diese Vorteile sorgen jedoch dafür, dass besonders viele Reisende gleichzeitig unterwegs sind.

Stark belastet sind häufig die Stunden zwischen dem späten Vormittag und dem frühen Abend. Wer am Samstag erst nach dem Frühstück startet, trifft unterwegs oft auf viele andere Urlauber mit demselben Plan.

Ist eine Fahrt am Samstag unvermeidbar, kann eine sehr frühe Abfahrt helfen. Die Familie sollte dann möglichst bereits vor dem typischen Reiseverkehr unterwegs sein. Eine weitere Möglichkeit ist eine Abfahrt am späteren Nachmittag, sofern die Unterkunft eine späte Anreise erlaubt.

Welche Wochentage eignen sich besser für die Abfahrt?

Wer seine Unterkunft flexibel buchen kann, sollte eine Anreise unter der Woche prüfen. Dienstag und Mittwoch sind auf vielen Fernstrecken ruhiger als Freitag, Samstag oder Sonntag. Auch am Montag kann der Reiseverkehr außerhalb der morgendlichen Pendlerzeiten überschaubarer sein.

Eine Anreise am Freitag bietet sich ebenfalls an, wenn der Ferienbeginn offiziell am Wochenende liegt. Familien können beispielsweise am Freitag nach Schulschluss starten und eine Zwischenübernachtung einplanen. Dadurch wird die Strecke aufgeteilt und der besonders starke Samstagsverkehr teilweise vermieden.

Bei Ferienhäusern lohnt es sich, gezielt nach Unterkünften mit einem Anreisetag unter der Woche zu suchen. Viele private Vermieter bieten inzwischen flexiblere Buchungszeiträume an. Selbst eine Verschiebung um einen einzigen Tag kann die Reise angenehmer machen.

Die richtige Uhrzeit für den Reisebeginn

Neben dem Wochentag beeinflusst die Abfahrtszeit den Verlauf der Fahrt. Welche Uhrzeit am besten geeignet ist, hängt von der Entfernung, der Reiseroute und dem Alter der Kinder ab.

Sehr frühe Abfahrt

Eine Abfahrt zwischen vier und sechs Uhr morgens kann sinnvoll sein, wenn eine lange Strecke bevorsteht. Die Straßen sind zu dieser Zeit häufig noch vergleichsweise leer. Zudem schlafen kleinere Kinder möglicherweise während der ersten Stunden im Auto weiter.

Der Fahrer sollte allerdings ausreichend ausgeruht sein. Eine kurze Nacht vor einer langen Autofahrt ist keine gute Vorbereitung. Deshalb empfiehlt es sich, das Gepäck bereits am Vortag vollständig einzuladen und früh schlafen zu gehen.

Abfahrt am späten Vormittag

Der späte Vormittag ist bequem, aber an stark frequentierten Reisetagen oft ungünstig. Viele Urlauber starten nach dem Frühstück zwischen neun und elf Uhr. Wer zur gleichen Zeit losfährt, erreicht bekannte Engstellen häufig genau während der höchsten Belastung.

Fahrt am Abend

Eine Fahrt am Abend kann eine Alternative für Familien mit größeren Kindern sein. Der Berufs- und Reiseverkehr nimmt später häufig ab. Allerdings sollte nur so lange gefahren werden, wie der Fahrer aufmerksam und leistungsfähig bleibt.

Bei sehr langen Strecken ist eine Übernachtung unterwegs meist angenehmer als eine komplette Nachtfahrt. Autobahnhotels oder Pensionen nahe der Route ermöglichen am nächsten Morgen einen entspannten Neustart.

Ferienzeiten anderer Bundesländer berücksichtigen

Für die Reiseplanung reicht es nicht aus, nur den Ferienbeginn am eigenen Wohnort zu kennen. Wer beispielsweise aus Süddeutschland an die Nordsee fährt, durchquert mehrere Bundesländer. Beginnen dort ebenfalls die Sommerferien, kann das Verkehrsaufkommen deutlich steigen.

Auch Reisende aus den Niederlanden, Belgien, Frankreich, Österreich oder der Schweiz nutzen deutsche Autobahnen auf dem Weg in den Urlaub. Rund um internationale Ferienwechsel und Feiertage können deshalb zusätzliche Verkehrsspitzen entstehen.

Vor der Abfahrt lohnt sich ein Blick auf die Ferientermine der Bundesländer entlang der Route. So lässt sich besser einschätzen, an welchen Tagen besonders viele Urlauber unterwegs sein könnten.

Typische Engstellen auf dem Weg in den Urlaub

Bestimmte Autobahnabschnitte sind während der Sommerferien regelmäßig stark belastet. Dazu gehören Zufahrten zu beliebten Küstenregionen, Strecken Richtung Süden sowie Autobahnkreuze rund um große Städte.

Auch Baustellen, Tunnel, Grenzübergänge und Mautstellen können den Verkehr ausbremsen. Auf dem Weg nach Österreich, Italien oder Kroatien entstehen Wartezeiten häufig nicht nur auf deutschen Autobahnen, sondern auch an Pässen, Tunneln und Grenzübergängen.

Eine Navigations-App mit aktuellen Verkehrsdaten kann unterwegs helfen. Dennoch sollten Reisende nicht jede vorgeschlagene Ausweichstrecke blind übernehmen. Kleine Landstraßen sind während der Ferien teilweise ebenfalls überlastet und bieten nur wenige Möglichkeiten für Pausen oder Tankstopps.

Zwischenübernachtung statt stundenlanger Autofahrt

Bei einer Reise von acht, zehn oder mehr Stunden kann eine Zwischenübernachtung für Familien sehr angenehm sein. Aus einer anstrengenden Tagesetappe werden zwei kürzere Fahrten. Dadurch bleibt mehr Zeit für Pausen, Mahlzeiten und Bewegung.

Besonders praktisch sind Unterkünfte wenige Kilometer von der Autobahn entfernt. Sie sind meist günstiger als Hotels in großen Städten und lassen sich am nächsten Morgen schnell wieder verlassen.

Wer mit kleinen Kindern reist, kann die Zwischenstation auch bewusst als Teil des Urlaubs gestalten. Ein Hotel mit Spielplatz, Schwimmbad oder einem nahe gelegenen Ausflugsziel sorgt dafür, dass die Reise nicht nur als notwendige Autofahrt wahrgenommen wird.

Pausen vor Reisebeginn planen

Regelmäßige Pausen erhöhen die Sicherheit und machen die Fahrt für alle Mitreisenden angenehmer. Statt erst anzuhalten, wenn die Kinder unruhig werden oder der Fahrer müde ist, können geeignete Rastplätze vorab ausgewählt werden.

Familien sollten möglichst Raststätten oder Autohöfe mit ausreichend Platz, Toiletten und Bewegungsmöglichkeiten nutzen. Ein kurzer Spaziergang, etwas frische Luft und ein kleiner Imbiss helfen dabei, konzentriert weiterzufahren.

Bei längeren Reisen sollte ungefähr alle zwei Stunden eine Pause eingeplant werden. Bei Babys, Kleinkindern oder Haustieren können häufigere Stopps notwendig sein.

Das Auto rechtzeitig vorbereiten

Eine technische Kontrolle vor der Abfahrt verhindert, dass kleinere Probleme während der Reise zu großen Schwierigkeiten werden. Einige Tage vor dem Urlaub sollten Reifendruck, Ölstand, Kühlmittel und Scheibenwaschanlage geprüft werden.

Auch Warnwesten, Warndreieck und Verbandkasten müssen leicht erreichbar sein. Bei Fahrten ins Ausland sollten sich Reisende außerdem über die dort geltenden Ausrüstungsvorschriften informieren.

Das Gepäck sollte sicher verstaut werden. Schwere Koffer gehören möglichst weit nach unten und dicht an die Rücksitzlehne. Lose Gegenstände können bei einer starken Bremsung gefährlich werden und sollten daher nicht offen im Innenraum liegen.

Verpflegung und Beschäftigung für Kinder

Ausreichend Getränke und geeignete Snacks gehören bei einer längeren Fahrt ins Auto. Gut geeignet sind beispielsweise belegte Brote, geschnittenes Obst, Gemüse, Cracker oder kleine Portionen in verschließbaren Dosen.

Zur Beschäftigung können Hörspiele, Musik, Reisespiele und Bücher mitgenommen werden. Tablets sind ebenfalls hilfreich, sollten aber nicht die einzige Unterhaltung darstellen. Manche Kinder reagieren bei längerer Bildschirmnutzung im Auto mit Übelkeit.

Eine kleine Überraschung, die erst unterwegs ausgepackt wird, kann besonders bei jüngeren Kindern für Abwechslung sorgen. Auch eine Karte, auf der die Kinder den Verlauf der Reise verfolgen können, macht lange Strecken anschaulicher.

Alternative Verkehrsmittel prüfen

Nicht jeder Sommerurlaub muss mit dem eigenen Auto beginnen. Für Reiseziele mit guter Bahnanbindung kann der Zug eine entspannte Alternative sein. Die Kinder können sich während der Fahrt bewegen, die Eltern müssen sich nicht auf den Verkehr konzentrieren und die Parkplatzsuche am Urlaubsort entfällt.

Bei weit entfernten Zielen kommen Bahn und Nachtzug oder eine Kombination aus Flug und Mietwagen infrage. Ob sich ein anderes Verkehrsmittel lohnt, hängt vom Reiseziel, der Personenzahl und dem benötigten Gepäck ab.

Gerade bei Ferienwohnungen in ländlichen Regionen bleibt das Auto häufig die praktischste Lösung. Dennoch kann ein Vergleich der verschiedenen Reisemöglichkeiten überraschende Alternativen zeigen.

Gelassen bleiben, wenn sich ein Stau nicht vermeiden lässt

Auch mit sorgfältiger Planung können Unfälle, kurzfristige Baustellen oder hohes Verkehrsaufkommen zu Verzögerungen führen. Deshalb sollte die Ankunftszeit nicht zu knapp kalkuliert werden.

Wer den Vermieter oder das Hotel frühzeitig über eine Verspätung informiert, vermeidet zusätzlichen Druck. Wasser, Snacks, Spiele und ausreichend Kraftstoff sorgen dafür, dass auch ein längerer Stau besser zu bewältigen ist.

Der Urlaub beginnt nicht erst am Reiseziel. Mit einer realistischen Planung, ausreichend Pausen und einem passenden Abfahrtstag kann bereits die Anreise deutlich entspannter verlaufen.

Häufige Fragen zur Abfahrt in die Sommerferien

Welcher Reisetag ist während der Sommerferien besonders voll?

Samstage zählen häufig zu den verkehrsreichsten Tagen, weil viele Ferienunterkünfte an diesem Tag ihren Gästewechsel haben. Auch Freitagnachmittage und Sonntage können stark belastet sein.

Wann sollte man am Samstag in den Urlaub starten?

Wer samstags fahren muss, sollte möglichst sehr früh starten. Eine Abfahrt vor dem typischen Reiseverkehr kann helfen, stark belastete Strecken früher zu passieren. Alternativ kann eine spätere Abfahrt sinnvoll sein.

Welche Tage eignen sich für eine entspanntere Anreise?

Dienstag und Mittwoch sind auf vielen Strecken ruhiger als das Wochenende. Voraussetzung ist, dass die Unterkunft einen flexiblen Anreisetag ermöglicht.

Lohnt sich eine Zwischenübernachtung?

Bei langen Strecken und Reisen mit kleinen Kindern kann eine Zwischenübernachtung die Anreise deutlich angenehmer machen. Die Fahrzeit verteilt sich auf zwei Tage und es bleibt mehr Raum für Pausen.

Wie oft sollte man bei einer langen Autofahrt Pause machen?

Spätestens nach etwa zwei Stunden sollte eine Pause eingelegt werden. Bei Müdigkeit, nachlassender Konzentration oder unruhigen Kindern ist ein früherer Stopp sinnvoll.

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