Der letzte Schultag steht fest. Der eigene Urlaub beginnt aber erst drei Tage später, und die Großeltern haben sich genau für das Wochenende dazwischen angekündigt. Schulferien, Arbeitsurlaub und Familienbesuche fallen selten von selbst zusammen. Wer Weihnachten mit Kindern vorbereiten möchte, ohne dass die Feiertage im Erledigungsstress untergehen, sortiert deshalb zuerst: Was muss vorher fertig sein, was macht gemeinsam Freude, und welche Tage bleiben frei?
Weihnachtsferien planen: Zuerst die Termine sortieren
Die Weihnachtsferien beginnen nicht überall am selben Tag. Die Länder legen diese Ferienabschnitte selbst fest, eine Übersicht aller Termine veröffentlicht die Kultusministerkonferenz.
Das Datum für Ihre Familie finden Sie über die Weihnachtsferien im eigenen Bundesland. Achten Sie dabei auf den Abstand zum Fest. In manchen Jahren liegt zwischen dem letzten Schultag und Heiligabend nur ein einziger Tag, in einzelnen Ländern fällt der Ferienbeginn sogar auf Heiligabend selbst. Dann verschieben sich die gemeinsamen Vorbereitungen auf die Adventswochenenden.
Tragen Sie anschließend alles in einen Kalender ein, den die ganze Familie sieht:
- letzter Schultag und erster Schultag im neuen Jahr
- Arbeitstage und Urlaubstage beider Elternteile
- Tage, an denen eine Betreuung fehlt
- Besuche, Reisetage und feste Termine wie Krippenspiel oder Vereinsfeier
Sprechen Sie Besuche früh ab: Wer kommt an welchem Tag, wer übernachtet, und wer bringt was mit? Je eher das feststeht, desto leichter lassen sich Einkäufe und Schlafplätze planen.
Was vor den Ferien erledigt sein kann
Viele Aufgaben haben zwei Teile. Planen und Besorgen lässt sich gut in den Wochen vor den Ferien erledigen, auch abends oder in der Mittagspause. Der Teil, der Kindern Spaß macht, bekommt einen Platz an einem Adventswochenende oder in den Ferien.
| Aufgabe | Vorher erledigen | Gemeinsam mit den Kindern |
| Geschenke | Wunschzettel sammeln, besorgen, Versteck klären | Einpacken, Karten basteln |
| Essen | Speiseplan für die Feiertage, haltbare Vorräte | Plätzchen backen, frische Zutaten einkaufen |
| Dekoration | Vorhandene Deko und Lichterketten prüfen | Wohnung schmücken |
| Besuche und Reisen | Fahrkarten, Routen und Schlafplätze klären | Taschen packen |
| Weihnachtsbaum | Stellplatz messen, Kauf oder Lieferung terminieren | Aufstellen und schmücken |
Wann geschmückt wird, ist Familiensache. Manche stellen den Baum schon im Advent auf, andere erst an Heiligabend. Für die Planung zählt nur, dass der Zeitpunkt feststeht und alle ihn kennen.
Verteilen Sie die Aufgaben. Schulkinder können Listen abhaken, Geschenkpapier aussuchen oder den Speiseplan mitgestalten und sind so an den Vorbereitungen beteiligt.
Den Weihnachtsbaum rechtzeitig einplanen
Beim Baum hängt einiges an festen Terminen: an den Öffnungszeiten des Verkaufsstands, am Transport oder an einem Liefertermin. Prüfen Sie zuerst, was schon da ist, also Ständer, Lichterkette, Schmuck und gegebenenfalls der Baum vom Vorjahr.
Steht ein Kauf an, gibt es zwei Wege. Einen Naturbaum kaufen Sie in den Wochen vor dem Fest. Legen Sie dafür einen Tag fest und klären Sie, wie der Baum nach Hause kommt und wo er bis zum Aufstellen steht. Ein künstlicher Baum lässt sich wiederverwenden und wird häufig online bestellt. Hier sollten Sie die Lieferfrist beim Händler prüfen, einen Lagerplatz für den Rest des Jahres bedenken und Zeit für den Aufbau und das Ausformen der Zweige vorsehen.
Messen Sie vorher die Raumhöhe und den Platz zwischen Möbeln, Wänden und Laufwegen. Wer sich für einen künstlichen Baum entscheidet, kann in der Modellauswahl von Premium-Weihnachtsbaum Formen und Ausführungen vergleichen und anschließend prüfen, was zur eigenen Stellfläche passt. Auf der Seite des Händlers heißt es außerdem, dass zwei Bäume gleicher Höhe unterschiedlich viel Stellfläche brauchen können.
Wenige gemeinsame Rituale auswählen
Ein volles Programm lässt wenig Luft. Zwei oder drei feste Rituale reichen aus, wenn sie wirklich stattfinden. Einige Beispiele:
- Ein Nachmittag für den Baum: Schmuck aus den Kisten holen, gemeinsam aussuchen, schmücken.
- Ein Backtag mit einem einzigen Rezept, das die Kinder weitgehend selbst umsetzen können.
- Ein Abend oder ein Ausflug, den die Kinder bestimmen, etwa ein Filmabend oder der Besuch eines Weihnachtsmarkts.
Fragen Sie die Kinder, welches Ritual ihnen am wichtigsten ist, und geben Sie genau diesem einen festen Platz im Kalender. Die anderen dürfen ausfallen, wenn die Zeit knapp wird.
Wo Zeit frei bleiben sollte
Freie Tage entstehen selten von allein. Liegt der Ferienbeginn einige Tage vor dem Fest, bietet sich der erste Ferientag an: kein Einkauf, kein Besuch. Beginnen die Ferien erst kurz vor Heiligabend, liegen die ruhigen Tage sinnvoller zwischen den Feiertagen und Neujahr. Auch nach einem langen Besuchstag oder einer Reise hilft ein Tag, an dem nichts ansteht.
Planen Sie außerdem einen Puffer vor den Feiertagen ein. Fehlt noch ein Geschenk oder wird ein Kind krank, bleibt dann Zeit zum Reagieren.
Checkliste: Weihnachtsvorbereitungen vor dem Ferienstart
Bis zum letzten Schultag sollte geklärt sein:
- Ferientermine, Arbeitstage und Besuche stehen im Familienkalender.
- Geschenke sind besorgt oder bestellt, das Versteck ist sicher.
- Der Speiseplan für die Feiertage steht, haltbare Vorräte sind im Haus.
- Baum, Ständer, Lichterkette und Schmuck sind geprüft oder organisiert.
- Jede Aufgabe hat eine zuständige Person.
- Zwei bis drei gemeinsame Rituale haben einen festen Tag.
- Mindestens zwei Ferientage bleiben ohne Termin.
Der letzte Punkt geht im Trubel leicht unter. Tragen Sie die freien Tage deshalb als Erstes ein, noch bevor die übrigen Termine dazukommen. Füllen Sie danach an einem ruhigen Abend die Tabelle oben für die eigene Familie aus.




